Als Teil des Hochschulwesens nimmt das neu gegründete zeb.Institut für Finanzdienstleistung an der Universität Witten/Herdecke seine Aufgabe wahr, mit Teilnehmenden und Interessierten unserer Studiengänge und Weiterbildungskurse aktuelle gesellschaftspolitische Fragestellungen zu diskutieren. In diesem Kontext laden wir anlässlich der Mid-Term Elections zu einer offenen Diskussionsrunde mit Klaus Prömpers, international bekannter ZDF-Auslandskorrespondent und außenpolitischer Experte, sowie mit Prof. Dr. Nils Bormann, Dekan der Fakultät für Wirtschaft und Gesellschaft der UW/H, ein.
Trump wurde von einer speziellen Wählerschaft zweimal ins Amt gewählt – welche Konsequenzen hat das Abschneiden bei den Mid-Term Elections in den USA? Droht US-Präsident Trump bei den Zwischenwahlen am 3. November eine Niederlage und gar ein Machtverlust? In diesem Fall würde ein fortan feindlicher Kongress seine Agenda bremsen und eine Flut von Untersuchungen starten. Neu gewählt werden alle 435 Abgeordneten im Repräsentantenhaus, 35 der 100 Senatoren, dazu 36 Gouverneure und Tausende örtliche politische Ämter. Die Wahlen gelten traditionell als wichtigstes Polit-Barometer zwischen den Präsidentschaftswahlen. Dieses Mal dürften sie vor allem ein Referendum über Trump sein. Er selbst steht nicht auf dem Stimmzettel – aber seine Amtsbilanz.
Der stockende Krieg mit dem Iran, hohe Benzinpreise, Teuerung und steigende Hypothekenzinsen setzen dem US-Präsidenten zu. Besonders Wechselwähler wenden sich ab. In einer aktuellen AP/NORC-Erhebung stimmten nur noch 31 Prozent seiner Amtsführung zu, 69 Prozent lehnten sie ab. Sein Popularitätstief zieht die Republikaner nach unten. Die Demokraten liegen rund zehn Prozentpunkte in Umfragen vorne. Ihre Chancen, das House zurückzuerobern, liegen bei rund 75 Prozent. Und selbst im Senat, wo die Hürde deutlich höher liegt, ist eine Sensation möglich. Trumps Republikanern könnten sogar Niederlagen in früheren Hochburgen wie North Carolina oder Texas drohen.
Einen großen Vorteil haben Trump und die Republikaner allerdings: Geld. Viel Geld aus Trumps Kasse mit 180 Millionen Dollar floss in wichtige Wahlkämpfe. Trumps Strategen wissen indes: Alles Geld der Welt kann fehlenden Enthusiasmus nicht ersetzen. Und dieses Pendel scheint derzeit zugunsten der Opposition auszuschlagen.
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„Demokratische Welle“ spült Republikaner von der Macht
Demokraten liegen in fast allen der umkämpften Staaten vorne, darunter Alaska, Iowa, Maine, Michigan, New Hampshire, Ohio und Texas. Für Trump wäre es ein Albtraumszenario und vielleicht sogar der Anfang vom Ende der Trump-Bewegung.
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Doch nur eine kleine blaue Welle?
In diesem Fall könnten die Republikaner zumindest im Senat ihre Mehrheit behalten und Trump damit wenigstens in der Kongress-Oberkammer vor den härtesten Angriffen der Opposition schützen.
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Ein Überraschungssieg der Republikaner?
Trump wettert bereits, die Umfragen seien „Fake“ wie die News. Sicherlich gab es gelegentlich Patzer bei Umfragen – 2022 wurde ein klarer Sieg der Republikaner erwartet, doch die Demokraten unter dem damaligen Präsidenten Joe Biden schlugen sich deutlich besser.
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Chaos-Wahlen
Die Mid-Terms 2026 könnten die USA sogar in eine Verfassungskrise stürzen, sollten Trumps Klagen und Anordnungen aus dem Weißen Haus die Wahlen erschweren. Die Rhetorik hat sich zuletzt verschärft. Einige Trump-Aktivisten brachten schon die Ausrufung des „Kriegsrechts“ ins Spiel.